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Nachruf Pfarrer Gerd Hensel

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass der frühere langjährige Pfarrer von St. Peter, Koblenz-Neuendorf, Pfarrer Gerd Hensel im Alter von 79 Jahren in Remagen verstorben ist.

Auch wenn eine Erkrankung ihm in den letzten Jahren mehr und mehr Probleme bereitete, kam sein Tod doch plötzlich und unerwartet.

Gerd Hensel wurde am 03.10.1941 in Niederfischbach geboren und am 01.08.1965 im Dom zu Trier zum Priester geweiht. Von August 1973 bis Februar 1991 war Gerd Hensel Pfarrer von St. Peter in Ko-Neuendorf. Er schrieb später einmal, dass dies die wohl intensivste Zeit seines Lebens war. Es war die Zeit nach dem 2. Vatikanischen Konzil mit vielen Neuerungen. Aber auch die Zeit nach den 68ern mit politisch-kritischem Austausch die mehr Freiheiten brachte und, weil auch das damals wieder gebraucht wurde, mit einer kirchlich-sozialen Einstellung, die „religiös sein“ anders und intensiver werden ließ, wie Gerd Hensel es einmal beschrieb.
Mit ganzer Kraft und Leidenschaft war Gerd Hensel Pfarrer. Er hat die Menschen ermutigt, mitzubauen an einer Kirche, die für die Menschen da ist und die den Glauben erlebbar macht. Den Kindern und Jugendlichen schenkte er viel Aufmerksamkeit und sie hielten ihn, wie er selbst einmal schrieb, ganz schön auf Trapp. Viele dieser damaligen Kinder und Jugendlichen sind heute noch aktiv bei den KaJunSe von St. Peter, den „Katholischen Jung Senioren“, die jedes Jahr einen Wagen mit Fußgruppe im Karneval stellen. So lange Gerd Hensel konnte, begrüßte er Jahr für Jahr und immer an gleicher Stelle, „seine KaJunSe“ im Koblenzer Rosenmontagszug und feierte anschließend mit ihnen.
Einige Gruppierungen, die unter seiner Pfarrleitung entstanden, gibt es heute noch in St. Peter. Der sogenannte „Männerkaffee“, bei dem am wenigstens Kaffee getrunken wurde, lag ihm sehr am Herzen; aber auch den Kitas, der Caritas und verschiedenen Bibelgesprächskreisen fühlte er sich verbunden.
Gerd Hensel war eine sehr willensstarke Persönlichkeit und sehr fordernd. Er machte es seinen Mitmenschen sicher nicht immer leicht. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, sollte dies, so und nicht anders, umgesetzt werden. Er wollte seinen Stempel aufdrücken, manchmal mit aller Macht, was das ein oder andere Mal auch zu Konflikten führte.
Nach seiner Zeit in St. Peter, Neuendorf übernahm der die Pfarrstelle in Sinzig, ebenfalls mit dem Namenspatron St. Peter, wo er bis zu seinem wohlverdienten Ruhestand tätig war. Im August 2015 durfte er sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Bis zu seiner Erkrankung hielt er als Ruhestandsgeistlicher in der Pfarreiengemeinschaft Remagen noch immer Gottesdienste.

Mit Gerd Hensel verlieren wir einen Seelsorger, der mit tiefer persönlicher Überzeugung, Tatkraft und Freude seinen Glauben an Jesus Christus gelebt und in der Eucharistie gefeiert hat. Wir nehmen Abschied und danken ihm für all sein Wirken in unserer Pfarrgemeinde St. Peter.
Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Möge der Herr ihm das das ewige Leben schenken!
Für die Pfarrgemeinde St. Peter

 

Pfarrer Eric Condé