Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner ablegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die Tafel - Lebensmittelhilfe für Bedürftige

 

ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG!

Die Tafel-Ausgabestelle im evangelischen Gemeindezentrum Bodelschwingh in Lützel wurde vom Vorstand des Tafel e.V. geschlossen. Es war die Lebensmittelausgabe für Menschen, die überwiegend aus Lützel und Neuendorf/Wallersheim kamen.

Nun müssen diese Menschen zu einer anderen Tafelausgabestelle in die Goldgrube.

Wir – die Verantwortlichen und HelferInnen - bedauern die Schließung unserer Ausgabestelle sehr und hätten uns gerne weiterhin dort engagiert.

Wir hoffen auch, dass zu gegebener Zeit wieder eine Tafel-Ausgabestelle in einem der Stadtteile öffnet. Denn es sind die Stadtteile in Koblenz, die am meisten von Armut betroffen sind.

 

Vor vielen Jahren hat die Pfarrei St. Peter gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde die Verantwortung für diese Lebensmittel-Ausgabestelle übernommen. Hauptamtlich zuständig waren seitdem der evangelische Gemeindediakon Martin Grasteit und ich als Gemeindereferentin der katholischen Pfarrei.

In unserer Tafel-Runde haben sich über die Jahre viele Männer und Frauen aus unseren Gemeinden ehrenamtlich und mit Herzblut engagiert. Jeweils ein Team von 5-6 Frauen und Männern kam montags zusammen, sortierten aus, was unbrauchbar war und baute sozusagen einen kleinen Lebensmitteladen auf.

Die Lebensmittel wurden an Bedürftige aus Wallersheim, Neuendorf, Kesselheim, Lützel, Rübenach, Bubenheim und Metternich verteilt. Zuletzt wurden 65 Berechtigungsscheine ausgegeben  – an Alleinstehende, RentnerInnen, vor allem aber an Familien  - teils mit vier und mehr Kindern, deren Bedürftigkeit im Vorfeld vom Diakonischen Werk überprüft wurde. Unsere Warteliste war immer lang, die Anzahl der Hilfesuchenden hat kontinuierlich zugenommen.

Dass es Tafeln überhaupt geben muss, empfinden alle Helfer als Skandal. Die Statistiken der Koblenzer Beratungsstellen zeigen allerdings, dass es KEINE Einzelfälle sind, wo Familien und Rentner in Koblenz unter dem Existenzminimum leben müssen.

Und so war das Mitmachen für die Helferinnen und Helfer immer eine Ehrensache!!

Allen, die unsere Ausgabestelle so tatkräftig unterstützt haben, möchte ich von ganzem Herzen DANKE sagen. Vor allem dafür, dass es immer eine Selbstverständlichkeit war, in unserer Ausgabestelle darauf zu achten, dass wir alle - Helfer wie Hilfesuchende - einander würdevoll und auf Augenhöhe begegnen.

Es war ein Dienst von Menschen an Menschen.

Susanne Schneider